Hundetraining & Verhaltensberatung

Wissenswertes

Brustgeschirr statt Halsband

 

Zahlreiche Studien und Untersuchungen in den letzten Jahren haben eindeutig belegt, dass das Tragen eines Brustgeschirrs die Gesundheit des Hundes schont.

 

Aussagen wie: "Mit dem Geschirr zieht der Hund doch erst richtig" sind total veraltet und basieren auf der Annahme, man könne einen Hund nur mit Hilfe des Leinenrucks erziehen.

 

Heute weiss man, dass weitere Schäden durch die Manipulation über das Halsband verursacht werden.

 

Diese können sein:

 

- Verletzungen des Kehlkopfes wie Kehlkopfquetschungen

- Schwindel, Übelkeit

- Rückenprobleme

- Gleichgewichtsstörungen

- Kopfschmerzen

- Schilddrüsenprobleme

- Augenprobleme wie Seh-und Wahrnehmungsstörungen, grauer Star

- Beeinträchtigung der oberen Atemwege

- Schmerzen am gesamten Bewegungsapparat, vor allem der Wirbelsäule

 

 

Hinzu kommt noch, dass die Gefahr von Fehlverknüpfungen beim Führen des Hundes am Halsband sehr hoch ist! Unter anderem lernen Hunde über Assoziationen.

 

 

Beispiel: Ihr Hund sieht einen anderen Hund und möchte diesen gern begrüssen. Sie ziehen/rucken an der Leine weil Sie dies verhindern möchten. Ihr Hund wird lernen: Wenn ein anderer Hund auftaucht, bekomme ich einen schmerzhaften Ruck und/oder keine Luft mehr, und verknüpft die Schmerzen mit anderen Hunden, was dann zu Aggressionen gegen Artgenossen führen kann. So manche Leinenaggression hat so ihren Anfang genommen.

 

Beim Kauf eines Brustgeschirres sollten folgende Punkte beachtet werden:

 

  • Das Material sollte waschbar sein.

  • Die Verschlüsse sollten stabil, strapazierfähig und so abgerundet sein, dass sie sich der Körperform anpassen.

  • Es sollte von 2 Seiten zu öffnen sein, damit der Ein-und Ausstieg erleichtert ist.

  • Die Breite der Gurte sollte der Grösse und dem Gewicht des Hundes angepasst sein, damit sie nicht einschneiden.

  • Optimal sitzt das Geschirr, wenn zwischen Ellbogen und Seitenteilen etwa eine Handbreit (bei kleinen Hunden etwa 2 Finger) Platz ist.

 

 

Quelle: Hundeschule Best Friends, Silvia Weber

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